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  • ulrike

Juli 2016


Wir haben schlecht geschlafen, uns macht die schwüle Hitze sehr zu schaffen. Nach dem Frühstück haben wir beschlossen dass wir mal einen Ausflug nach Bad Hersfeld machen. Ich war sicher 30 Jahre nicht mehr in der Stadt. Wir haben im Parkhaus am neuen Schildepark geparkt und sind dann durch den Park in die Stadt gelaufen. Der Park ist auf dem Gelände der früheren Firma Schilde entstanden.

Hier sieht man wie hoch das Wasser gestern nach dem Unwetter stand

Auf dem Weg bis zum City Kaufhaus (früher Kaufhof)war mir alles neu, ab dann kannte ich mich wieder aus. Wir sind die Klausstrasse in Richtung Marktplatz gelaufen. Hier gibt es viele hübsche Fachwerkhäuser zu bestaunen.

Das Rathaus mit dem Lullusbrunnen

Lullus, regulärer Bischhof von Mainz, war der erste Abt des Klosters Hersfeld. Er starb am 16. Oktober des Jahres 786 und wurde in der Klosterkirche beigesetzt. Im Jahr 850 wurde Lullus an seinem Todestag in den Ostchor der neuen Basilika mit einer Prozession und einer kirchlichen Feier umgebettet. Aus diesem Fest entwickelte sich das bis heute stattfindende und wohl älteste Volksfest Deutschlands - das Lullusfest.

Unser Spaziergang ging Richtung Marktplatz weiter.

Das Stadtbild ist geprägt von Fachwerkbauten

Auch der Lingplatz wird durch Fachwerk geschmückt.

Da zur Zeit die Festspiele stattfinden, sind sehr viele Menschen unterwegs

Am Denkmal von Lingg von Linggenfeld haben wir einen Stopp eingelegt. Generalleutnant von Linggenfeld wurde 1765 in Meersburg am Bodensee geboren und starb 1842 in Mannheim. Er wurde als Verteidiger der Stadt Hersfeld gegen die Franzosen bekannt. Linggenfeld rettete die Stadt vor der völligen Zerstörung durch Napoleon, indem er sie nicht niederbrannte, sonder nur an vier Ecken jeweils ein Gebäude abbrannte. Dafür wurde er von den hessischen Kurfürsten Wilhelm I. und Wilhelm II. mit dem hessischen Löwenorden ausgezeichnet und geadelt.

Von da an war er bekannt als der "Mann von Hersfeld"

In Richtung Stiftsruine galt unsere Aufmerksamkeit diesen beiden Herren - Konrad Zuse und Konrad Duden

Der linke Herr - Konrad Zuse (1919-1995) sagte einmal, er sei zu faul zum Rechnen und gilt heute als der Erfinder des Computers und der Programmiersprache. Die ersten Rechner der Welt wurden also in Bad Hersfeld gebaut.

Der rechte Herr - Konrad Duden (1829-1911) war 29 Jahre der Dirktor der Klosterschule in Bad Hersfeld. Er hat die deutsche Sprache vereinheitlicht. Ihm ist zu verdanken dass überall in Deutschland,Östereich und der Schweiz gleich geschrieben wird.Sein Grab befindet sich auf dem Hauptfriedhof. Heute gibt es das Konrad-Duden Museum und die Konrad-Duden Schule.

Angekommen bei der Stiftsruine konnten wir mitanhören wie die Vorstellung begann.

Die Stiftsruine ist die Ruine der Stiftskirche der ehemaligen Abtei Hersfeld. Sie ist eine der grössten romanischen Basiliken nördlich der Alpen und ist heute die grösste romanische Kirchenruine der Welt.

Die Stiftskirche und die meisten Klostergebäude wurden 1761 im siebenjährigen Krieg zerstört.

Auf dem Rückweg sind wir in einem Cafe am Lingplatz eingekehrt für einen Kaffee und einen Eisbecher. Schliesslich ging es durch den Schildepark wieder zurück zum Parkhaus.

Die Kinder nutzten die schwüle Hitze und hatten grossen Spass im Wasser.

Wir begaben uns auf den Heimweg. Am Abend haben wir gegrillt und konnten noch lange draussen sitzen.


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