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  • ulrike

Mai 2017


Obwohl wir ziemlich kaputt und müde waren, haben wir schlecht geschlafen. Unsere Gedanken kreisten immer um unser Wohnmobil und das hat bei uns eine gewisse Unruhe verursacht. Punkt 6 Uhr waren wir auf den Füssen. Als wir um 7 Uhr zum frühstücken gegangen sind, haben wir zwei Mitreisende aus dem Flieger getroffen. Die Beiden haben ebenfalls verschifft und wollen ihr Fahrzeug heute abholen. Da wir ja einen Mietwagen hatten, haben wir ihnen angeboten, dass sie mit uns fahren können. Um 8 Uhr haben wir uns in der Lobby getroffen und sind gestartet. Zuerst sind wir nach Darmounth zum Atlantic Custom Broker (Spediteur) gefahren. Der Spediteur musste die Unterlagen für den Zoll und die Abholung des Fahrzeugs fertig stellen und wir durften 150

Canadische Dollar Hafengebühr bezahlen. Die Mitarbeiter von SeaBridge hatte bereits alle nötigen Unterlagen vorausgeschickt. Das ganze Prozedere dauerte ca. 10 Minuten. Mit diesen Unterlagen ging es zum Zoll, welcher ca. 18 Kilometer entfernt seinen Sitz hat. Hier hat eine nette Beamtin doch das eine oder andere wissen wollen….wohin, wie lang, weshalb und natürlich was wir mitbringen……Waffen, Drogen, Südfrüchte, Fleisch usw. Da wir uns an die Vorschriften gehalten haben, war sie zufrieden und wir durften ca. 2 Kilometer weiter zum Hafen fahren. Bei der Anmeldung im Hafen haben wir, ein vom Zoll abgestempeltes Papier, abgegeben. Die Warnwesten wurden angezogen, die Herren wurden vom Hafenpersonal abgeholt und zu den Fahrzeugen gebracht. Nun wurde geschaut ob es Schäden an den Fahrzeugen gegeben hat und dies wurde mit ja oder nein schriftlich festgehalten. Keiner der Zollbeamten wollte einen Blick in das Innere der Fahrzeuge werfen. Da die Fahrzeugschlüssel bereits im Fahrzeug waren, konnten wir das Hafengelände verlassen.

Parkplatz vor dem Hafengelände

Wenn man sehr genau schaut, dann kann man unser Wohnmobil sehen.

Zu erwähnen wäre noch, dass immer nur eine Person ins Hafengelände darf, das hatte natürlich zur Folge, dass ich im Mietfahrzeug geblieben bin.

Was für ein befreiender Moment......

Alle Aussenklappen und Türen waren in Hamburg vom Zoll mit Klebestreifen versiegelt worden und die mussten jetzt ab.

Die Hafenarbeiter haben gesehen wie wir uns bemüht haben unsere Fahrzeuge von all den Kleberesten zu befreien und haben uns einen Schaber gebracht, mit dem wir alles problemlos entfernen konnten.

Und da die Beiden netten Herren gerade (wahrscheinlich) Zeit hatten und wussten wo wir unser Mietauto abgeben mussten, sind sie vorausgefahren. Der Mitreisende ist ebenfalls mitgefahren und hat Dieter wieder mit zurückgenommen. Und weil die Beiden netten Herren immer noch Zeit hatten, haben sie uns auch noch zu einem Einkaufszentrum eskortiert.

die netten Kanadier vorneweg, der Mitreisende und wir hinterher.

An dieser Stelle ein Herzliches Danke an die beiden Kanadier für ihre Hilfsbereitschaft.

Das Einkaufzentrum stellte sich als Grosshandel raus, für den man einen Ausweis haben sollte und zudem natürlich Kanadier sein musste. Die Karte kostet im Jahr 55 C-Dollar, welche unser Mitreisende bezahlt hat und als er dann nach seinem Ausweis gefragt wurde stellte sich herraus dass er kein kanadischer Staatsbürger ist und eigentlich keine Karte haben dürfte. Nach langem hin und her haben sie ihm die Karte gegeben. Wir durften dann unsere Gasflaschen, welche erheblich billiger waren als normal, über unseren Mitreisenden kaufen. Es passen 2 kanadische 12 Liter Flaschen in unseren Gaskasten. Dieses Prozedere hat geschlagene 3 Stunden gedauert und das vor allem, weil unser Mitreisender, gerne und vor allem seeehr viel redet. An dieser Stelle ein Herzliches Danke.

In der Zwischenzeit hatte sich das Wetter erheblich verschlechtert, es war kalt und hat angefangen zu regnen. Wir haben dann noch einen normalen Walmarkt aufgesucht und uns mit Lebensmitteln in handelsüblichen Mengen für zwei Personen eingedeckt. Da wir nun zu spät sind, um auf einen Camping zu fahren, hat Dieter im Baumarkt gefragt ob er eine Kanne Wasser haben darf und auch dieser Wunsch wurde uns mit grosser Freundlichkeit erfüllt. Die erste Nacht in Kanada haben wir auf einem Walmarktparkplatz neben einem Kühltransporter im strömenden Regen und bei starken Windboen verbracht. Wir waren so fertig am Abend, dass wir es gerade noch geschafft haben unsere Betten zu beziehen. Ich bin ja in der glücklichen Lage, überall und bei jedem Lärm schlafen zu können (meine Ohren bleiben im Bad), aber mein armer Mann hat wohl kaum ein Auge zugemacht.

Koffer auspacken wird auf Morgen verschoben

Abschliessend ist zu sagen, keinerlei Probleme bei der Abwicklung der Formalitäten, keinerlei Schäden im und am Fahrzeug und durchweg sehr freundliche und hilfsbereite Menschen.


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