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  • ulrike

Juni 2017


Unser Tag fängt mit einem Problem an, welches Dieter aber schnell beheben konnte. An unserem Stromumwandler war ein Kabel locker und durchgebrannt, nun funktioniert er wieder. Wir wollen es in den nächsten 2 Tagen etwas ruhiger angehen. Nach dem Frühstück packe ich die Schmutzwäsche und mein Laptop unter den Arm und wir fahren zum Waschsalon in Jasper. Wäsche waschen dauert hier nur 30 Minuten und so sieht die Wäsche dann halt auch aus, aber ich habe momentan keine andere Wahl, also, Augen zu und durch.

Danach geht es zu Subway, eine Art Imbiss, weil es hier ein starkes Wlan hat und ich am Reiseblog arbeiten kann. Natürlich haben wir hier auch ein warmes Sandwich gegessen, was übrigens sehr gut war. Am Nachmittag sind wir dann noch am Medicine Lake vorbei zum Maligne Lake gefahren. Nach 12 Km auf der Maligne Lake Road kommen wir an den Medicine Lake, der eine geologische Besonderheit aufweist. Er hat keinen sichtbaren Zu und Abfluss, sondern wird durch unterirdisches Drainagesystem aus Karsthöhlen be und entwässert. An einem Aussichtspunkt standen wieder einmal viele Menschen und das bedeutet Bären. Wir haben auch angehalten und als alle nach unten schauten nach einem Bären, habe ich einen Weisskopfseeadler vor die Linse bekommen. Da der Bär tief im Gestrüpp war habe ich erst gar nicht versucht ein Foto zu machen.

Am Maligne Lake angekommen, kann man nur per Bootstour zur kleinen Insel Spirit Island und dafür waren wir zu spät. Wir haben uns mit einem kurzen Spaziergang zu Frieden gegeben. Der Maligne Lake ist der Grösste und mit 96 Metern der tiefste Natursee in den Rocky Mountains. Er hat eine Länge von über 22 Kilometern und eine Breite Zwischen 100 Meter und 2000 Metern.

Auf der Rückfahrt dann eine kleine Oase inmitten der Landschaft, ein kleiner unberührter Natursee mit einer speziellen Farbmischung. Den haben wir auf dem Hinweg gar nicht gesehen.

Dieter ist dann mal ausgestiegen um ein Foto zu machen. Wenn man irgendwo am Strassenrand anhält, halten sofort alle anderen auch an weil sie einen Bären vermuten, so auch jetzt. Die Frauen stutzen als sie unser Fahrzeug sahen und haben Dieter angesprochen. Es stellte sich heraus, dass sie aus Königstein im Taunus waren und vor vielen Jahren ausgewandert sind. Wir haben an einem schön gelegenen Wander und Picknickparkplatz eine Pause gemacht, weil wir etwas später die Strecke zurück fahren wollen, in der Hoffnung noch ein paar Tiere beobachten zu können. Hier ist eine Herde Caribous beheimatet und vielleicht haben wir Glück und sehen sie.

Insgesamt haben wir 5 Bären und einen Elk mit seinem Jungtier gesehen, aber keinen einzigen Caribou. Als wir am Campground zurück waren, war gefüllt bis auf den letzten Platz.


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