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  • ulrike

Juli 2017


Nach dem Frühstück geht es los. Wir wissen noch nicht ob wir die Fähre nach Valdez nehmen, oder über Anchorage und dann den Glenn Hwy.fahren. Das Wetter ist kalt, es regnet immer wieder und Stellenweise ist dichter Nebel.

In der Hoffnung, dass das Wetter auf der anderen Seite vom Berg besser ist, entscheiden wir uns zuerst einmal nach Whittier zu fahren. Der Ort liegt sehr geschützt in einer Bucht des Maynard Mountain und ist durch einen spektakulären Tunnel zu erreichen. Die Durchfahrt hin und zurück hat für unser Mobil 13 Dollar gekostet.

Der einspurige und mautpflichtige ca. 4 Km lange Anton Anderson Memorial Tunnel ist ursprünglich für die Rail Road gebaut worden und erst im Jahr 2000 für den Autoverkehr freigegeben worden. Im Stundentakt können Fahrzeuge und die Railroad durchfahren.

Auch in Whittier ist das Wetter so wie auf der Westseite des Berges. Im Fährterminal wird uns dann die Entscheidung Schiff oder Strasse abgenommen. Wartezeit für eine Fährüberfahrt beträgt 2 Tage und kostet für unser Fahrzeug 380 Dollar, wir nehmen die Strasse. Da auch hier alles im Nebel versinkt, fahren wir mit der nächsten Möglichkeit wieder zurück. Wir wollten uns eigentlich den Portage Glacier anschauen, aber der versteckt sich auch im Nebel, das Schiff fährt auf dem Gletschersee auch nicht, also alles ziemlich trostlos.

Wenn man Glück hat und der Gletscher etwas weit nach unten kommt, dann sieht man etwas vom Eis (das ist nicht der Portage Glacier).

Wir fahren am Turnagain Arm entlang und sind hier natürlich auch zur falschen Zeit unterwegs. Die Ebbe hat gerade eingesetzt und wir wollten eigentlich gerne die Flut sehen. Auf Grund der trichterförmigen Beschaffenheit des Fjords, wird das abfliessende Wasser von der Flut überrollt und erzeugt eine Flutwelle, die eine beachtliche Grösse erreichen kann.

Wir haben die Geduld dafür nicht aufgebracht und sind nach einer kleinen Pause weitergefahren. Zügig durchfahren wir Anchorage.

und kommen nach Eklutna, einem Indianerdorf, wo wir den Historischen Park besuchen.

Die Eklutna Indianer gehören zu den Athabascan-Indianern. Eklutna Alex, der letzte Häuptling, starb im Hahre 1953 mit 83 Jahren. Sein Sohn, Mike Alex, baute wiederrum mit seinem Sohn die neuere Kirche, die 1962 eingeweiht wurde. Mike Alex starb 1977.

Das Gräberfeld ist ein orthodoxer Friedhof und die meisten der dort bestatteten sind Athabascer Indianer. Die "Seelenhäuser" werden 40 Tage nach der Beerdigung gebaut, um dem Geist und den Besitztümern der Verstorbenen eine Bleibe zu geben. Die Farben entsprechen den Familien, rot und weiss sind die Farben der Alex Familie, blau und silber ghören zu der Chilligan Familie.

Nach diesem sehr interessanten Besuch und einem letzten Foto geht es weiter.

Nach wenigen Kilometern zweigt der Glenn Hwy nach Osten ab und wir fahren via Palmer bis nach Sutton, wo wir am Pinnacle Mounain RV einen Übernachtungsplatz gefunden haben.


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