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  • ulrike

August 2017


Wir machen uns zeitig auf den Weg nach Barkerville. Im Chinesen Viertel feiert man das Mid Autumn Moon Festival und auch sonst ist in Barkerville einiges los, wir sind gespannt.

Barkerville entstand 1862 als Groldgräbercamp des sogenannten Cariboo Goldrauschs. Benannt wurde der Ort nach dem englischen Goldsucher Billy Barker (1817-1894), der hier als erster Gold fand.

Barkerville wurde damals der grösste Ort nördlich von San Francisco und westlich von Chicago. Barker`s Claim war so ergiebig, dass er ca.38000 Unzen Gold fand und somit viele Tausend Goldsucher aus aller Welt anlockte, zeitweise lebten über 5000 Einwohner im Ort. Im Jahr 1868 wurden viele Gebäude innerhalb 1 Stunde durch ein Feuer zerstört. Innert sech Wochen wurden 90 Gebäude wieder aufgebaut. Nach dem Ende des Goldrausches verliesen die meisten Bewohner die Stadt und die Chinesen wanderten ein. Diese erwarben Claims und setzten sich auch mit Gewalt gegen die weissen durch. 1958 beschloss die Regierung den verlassenen Ort zu restaurieren.

Viele Schauspieler zeigen wie sich das Leben in dieser Zeit abgespielt hat. Hier wird gelacht, geratscht, gestritten, geprügelt, betrogen und noch vieles mehr.

Im China Town findet das Mid Autumn Moon Festival (Mondfest)statt.

Nach dieser Vorführung sprach der "alte Billy Barker" ein paar Grussworte an die Besucher.

In der Zwischenzeit war in der Main Street schon richtig was los. Es wurde bereits geratscht und gestritten. Am Williams Creek wurde zu der Zeit schon fleissig Gold gewaschen und man versuchte ein bisschen zu betrügen, also so wie im richtigen Leben.....damals!

Wir waren 3 Stunden da und die waren so schnell rum, man hätte gut noch bis zum Abend bleiben können und es wäre niemals langweilig geworden. Grosse Klasse!

Im Visitorcenter in Prince George hat man uns gesagt, dass man an Barkerville auf keinen Fall vorbei fahren darf, sondern unbedingt einen Besuch machen "muss"....und sie haben Recht. Eindrücklicher kann man die Zeit des Goldrauschs nicht erleben.

Auf dem Rückweg nach Quesnel sind wir direkt in einer Kurve an einem verunfallten Motorrad vorbei gefahren. Da es gestern noch nicht war und die Unfallstelle sehr frisch aussah, haben wir gehalten und wollten schauen ob vieleicht irgendwo jemand liegt und Hilfe braucht. Als von vorne ein Fahrzeug kam hat Dieter ein Zeichen gegeben und sie haben gehalten. Es waren Ranger oder auch Polizei wir wissen es gar nicht so genau. Auf jeden Fall haben wir sie auf die Unfallstelle aufmerksam gemacht und sie wollen sich kümmern, sodass wir weiter fahren konnten. Auf der halben Strecke haben wir noch einmal einen Stopp gemacht und uns das Cottonwood House angesehen. Dieses Roadhouse an der Cariboo Wagon Road ermöglichte den Reisenden Essen, Unterkunft und frische Pferde auf ihrem Weg nach Barkerville und war somit überlebenswichtig in der damaligen Zeit.

Dieses Pfauenpaar lebt am Hof des Roadhouse`s.

Danach fahren wir via Quesnel in Richtung Williams Lake und finden ca. 10 Kilometer vor dem Ort den Wildwood Campground wo wir einchecken.

Auf dem Weg dorthin sehen wir, wie die Natur vertrocknet ist, lauter verbranntes Gras am Strassenrand, sogar die Blumenampeln sind nur noch Stroh.

Am Campground erfahren wir, dass sie auch evakuiert waren und wie froh sie waren als der Wind sich drehte. Das Feuer war nur noch 200 Meter weit weg. Sie erzählen uns dass es Anfang Juni das letzte mal geregnet hat und wie froh sie sind dass es morgen Regnen soll und es nicht mehr so heiss ist. Wir geniessen am Abend unser gutes Bot und die Gemütlichkeit unseres Wohnmobils.


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