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  • ulrike

November 2017


Heute erobern wir San Francisco zu Fuß und mit der Cable Car. Der Name der Stadt ist spanischen Ursprungs und benannt nach dem heiligen Franziskus.

San Francisco hat ca. 810000 Einwohner, ist sehr multikulturell und auf insgesamt 42 Hügeln gebaut. Die Nähe der Stadt zur San-Andreas-Verwerfung bringt ein erhöhtes Risiko für Erdbeben mit sich. Im April 1906 wurde die Stadt fast komplett durch ein solches Erdbeben der Stärke 7,8 zerstört und dabei verloren ca. 3000 Menschen ihr Leben. Es war das stärkste Beben bis jetzt.

Wir beginnen unseren Rundgang in der zweit grössten Chinatown der USA und fahren das erste mal mit einer Cable Car. Diese wurde im September 1873 eröffnet, beim grossen Erdbeben 1906 völlig zerstört und wieder aufgebaut. Es wurden im laufe der Jahre aber immer mehr Linien durch Busse ersetzt. Heute fahren noch drei erhaltene Linien der Cable Cars und diese bringen die Menschen über die zum Teil sehr steilen Strassen der Stadt.

Wir fahren den Berg nach oben, vorbei an sommerlichen Blumenrabatten und steigen vor der

Grace Cathedrale aus. Dieses Gotteshaus wurde 1920 mit Erdbeben sicherem Stahlbeton nach dem Ebenbild von Notre Dame in Paris erbaut.

Nach dieser, sehr eindrücklichen, Besichtigungstour durch das Gotteshaus haben wir noch einen Spaziergang durch den direkt gegenüber der Cathedrale liegenden Huntington Park gemacht.

Wir laufen ein Stück der California Street entlang und entdecken die in den Strassen eingeschriebenen Strassennamen.

Den zwei sehr bekannten Luxushotels "Mark Hopkin" und dem "Fairmont Hotel" statten wir einen Besuch ab.

Das Mark Hopkin Luxushotel von Anno 1926.

Hier stellte sich bei uns kein WOW...Gefühl ein, es fehlte das besondere Flair

An der gegenüberliegenden Strassenecke befindet sich das Fairmont Hotel.

Dieses Hotel hingegen strahlt eine ganz besondere Atmosphäre aus und ist bereits Weinachtlich geschmückt.

Auf dem Weg zur nächsten Cable Car Haltestelle bekommen wir noch einmal einen Eindruck von den Strassen von San Francisco.

Wir steigen wieder in eine Cable Car ein und fahren zur Lombard Street wo wir an der

"Crookedest Street" mit vielen anderen Menschen aussteigen. Das ist wohl der berühmstete Strassenabschnitt von San Francisco.

Diese Strasse war mit 27 % Gefälle sehr problematisch für Autos und Fussgänger, dass man sie in acht Kurven angelegt hat. Das ist heute wohl das meist fotografierte Motiv von San Francisco.

Nun schon ein bisschen Müde und der Hunger stellt sich auch ein, machen wir noch einen Bummel an der Fisherman`s Warf entlang.

Bei Alioto`s, ein italienisches Restaurant, haben wir wunderbar gegessen.

Danach hatten wir ein kleines Problem. Wir wollten eigentlich mit der Cable Car wieder zurück nach Chinatown fahren, wo wir mit dem Shuttlebus abgeholt werden sollten. An der Haltestelle der Bahn stand um 17 Uhr bereits eine ca. 50 Meter lange Warteschlange und das beladen der Cars dauerte unendlich lange. Da wir nach ca. 10 Minuten Wartezeit wussten dass wir es niemals bis 18 Uhr nach Chinatown schaffen, haben wir kurzerhand ein Taxi genommen. Das war ein weiterer Höhepunkt an diesem Abend. Wir sind beschallt von Karibischen Klängen und Gesang des Fahrers mit Vollgas die Hügel von San Francisco runter gebrettert. Diese Taxifahrt vergessen wir wohl nie mehr in unserem Leben. Ich kann nur allen Reisenden raten, wenigstens einmal mit dem Taxi über die Hügel der Stadt zu fahren, es ist ein unbeschreibliches Gefühl. Ich wundere mich, dass wir tatsächlich an jedem Stoppschild gestanden sind. Wir waren rasant schnell in Chinatown und konnten noch ein wenig herum laufen.

Pünktlich wurden wir und noch ein paar weitere Gäste vom Shuttlebus abgeholt und zum RV zurück gebracht.

Der Abendhimmel über San Francisco

Die Oakland Bay Bridge am Abend.

Völlig kaputt und runde Füsse.


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