Suche
  • ulrike

Dezember 2017


Wir verlassen Tucson Richtung Osten und biegen nach ein paar Kilometern nach Süden ab. Wir wollen den Westernort Tombstone besuchen. Hier soll es jeden Mittag eine Schiesserei geben, wo ein Schurke mit einer "Platzpatrone" erschossen wird. Wir sind gespannt. Die Fahrt gen Süden verlief ohne besondere Zwischenfälle.

Tombstone liegt 100 Km südlich von Tucson nahe der Mexicanischen Grenze. Sie wurde, nachdem man 1878 eine Silbermine entdeckt hatte, im Jahre 1879 von dem Entdecker der Silbervorkommen gegründet. Die Stadt hatte in ihrer Glanzzeit ca. 15000 Einwohner und heute leben noch 1600 Menschen hier. Tombstone war 1880 Schauplatz einiger berühmter Schiessereien und eine davon wird heute mehrmals täglich für Touristen nachgespielt. Der Ort mit seinen zum Teil restaurierten oder nachgebauten Gebäuden vermittelt das Flair eines typischen Westernstädtchens.

Nach zwei Stunden hatten wir total genug von dem "Theater" und sind zurück zum Wohnmobil. Tombstone ist sicher einen Besuch wert, aber ob man die Schiesserei unbedingt haben muss, das muss jeder für sich entscheiden. Ich persönlich fand es ziemlich dran vorbei an der eigentlichen Geschichte. Ich habe die Story um die Earp-Brüdern und ihren Kampf mit den Ganoven im Vorfeld gelesen und bin enttäuscht, aber den restlichen 8 Zuschauern hat es offensichtlich gefallen.

Wir machen uns wieder auf den Weg Richtung Norden. Das "Chiricahua National Monument" liegt auf unserem Weg und dem statten wir noch einen Besuch ab. Der Park schützt sehr skurile Felsformationen. Er wurde 1924 gegründet und hat eine Grösse von 50 Km².

Sehr eindrücklich was hier in Millionen von Jahren entstanden ist.

Am Abend haben wir in Lordsburg einen Übernachtungsplatz gefunden.


35 Ansichten