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  • ulrike

Mai 2018


Wir machen uns parat für die heutige Fahrt und den Grenzübertritt USA/Canada. Alles ordentlich herrichten, schnell noch mal durchsaugen und los geht`s. Wir sind über eine der schlimmsten Landstraßen überhaupt gefahren. Wir hätten auch die Interstate 90 nehmen können, aber das ist eine Mautstraße und wir wollen nicht auch noch Geld bezahlen für den durchlöcherten Straßenbelag. Es ist kein Wunder, dass die Reifen kaputt gehen. Hier wurde stellenweise Teer auf Beton geschmiert, der nun tiefe Löcher mitten in der Straße hervorzaubert, die Kanaldeckel, wenn vorhanden, sitzen ca. 10 cm tief in einem Loch und die Randsteine sind ebenfalls kaputt oder gar nicht mehr vorhanden. Nach drei Stunden Fahrt lagen die Nerven blank und so haben wir beschlossen, wir nehmen den ersten Grenzübergang der kommt.

Vor der Peace Bridge in Buffalo ist der erste Border und den haben wir angesteuert. Hier in Buffalo hat auch das Navi das erste Mal schlapp gemacht. Buffalo ist komplett Baustelle und so verrückt umgeleitet, dass wir erst mal eine Zeit lang in der Stadt herumgeirrt sind. Nach mehrmaligem wenden und noch einmal von vorne anfangen, haben wir plötzlich den „Ausgang“ aus diesem Land gefunden. An der Grenze nach Canada war nicht viel los im Gegensatz zu der anderen Seite, wo die Fahrzeuge in mehreren Reihen anstanden. Drei Fahrzeuge waren vor uns und die wurden in wenigen Minuten abgefertigt. Als wir an der Reihe waren wurden wir gefragt wohin wir wollen und was wir vorhaben und ob wir noch Lebensmittel oder Waffen dabeihaben. Nachdem wir das alles wahrheitsgemäß beantwortet hatten haute er die Einreisestempel in die Pässe und mit einem „Welcome to Canada“ verabschiedete er sich. Wir baten ihn noch doch bitte das Einreisepapier der USA herauszunehmen, was er auch sofort tat und somit sind wir offiziell aus den USA ausgereist. Das ganze Prozedere dauerte ca. 5 Minuten und ist sehr freundlich und offen abgelaufen. Keine Fahrzeugkontrolle, keine gehässigen Befehle, keine stundenlangen (immer wieder dasselbe) Befragungen, kein stundenlanges Warten. Kein Vergleich mit der Einreise vor sechs Monaten in die USA.

Wir sind noch bis Niagara Falls gefahren, haben uns wieder mit ein paar Lebensmitteln versorgt und danach am KOA Campground eingecheckt. Hier erfuhren wir, dass wir nicht die einzigen waren die in Buffalo durch die Gegend geirrt sind. Einer wollte eigentlich gar nicht nach Kanada und als er nach einer Irrfahrt vor der Grenze stand ist er genervt einfach rübergefahren. Jetzt hat er so die Nase voll, dass er auf kanadischer Seite bleibt. Er verschifft auch zurück nach Europa und will nach Halifax. Er wird morgen bei den Niagara Fällen zu Fuß über die Rainbow Bridge auf die amerikanische Seite gehen und sein Einreisepapier abgeben.


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