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  • ulrike

Mai 2018


Wir haben beide schlecht oder so gut wie gar nicht geschlafen und wie es zu erwarten war, es regnet in Strömen. Dieter geht noch einmal ins Office und schildert dort unser Problem mit dem Gepäck. Wir dürfen die Koffer im Office deponieren und später abholen. Vielen Dank dafür. Jetzt fährt das Wohnmobil die letzten Kilometer auf nordamerikanischem Boden. Als wir am Hafenparkplatz ankommen fährt ein Kastenwagen vor, ein Paar aus Österreich hat ihr Fahrzeug abgeholt. Nach einem kurzen Gespräch wünschen wir ihnen eine gute Reise. Wir fahren zum Hafenmeister und bei ihm im Büro darf ich warten bis Dieter alles erledigt hat. Er muss eine Warnweste anziehen und wird dann von einem Hafenmitarbeiter auf das Hafengelände eskortiert. Hier muss er die Unterlagen abgeben, der Fahrzeugschlüssel und das Fahrzeug bekommen eine Nummer, danach wird das Fahrzeug auf Außen Schäden untersucht und das Protokoll wird ihm ausgehändigt. Dieter schließt die Türe zwischen Fahrerhaus und Wohnraum, sowie alle Aussenklappen und dreht die Gasflaschen auf. Der Fahrzeugschlüssel wird im Hafenbüro abgegeben und der Schlüssel für den Aufbau behalten wir. Danach wird er von dem Hafenmitarbeiter wieder zurückgebracht. Kein Zoll hat sich für unser Fahrzeug interessiert und auch niemand hat kontrolliert oder wollte wissen wie lange das Fahrzeug in Nordamerika unterwegs war. Alles ganz entspannt und nach 15 Minuten erledigt.

Der nette Hafenmitarbeiter hat uns ein Taxi gerufen und das hat uns zur Autovermietung Hertz gefahren. Wir haben das Auto übernommen, 200 Dollar Kaution bezahlt und sind zurück zum Campground wo wir unsere Koffer abgeholt haben. Inzwischen ist es Mittag und wir haben weder gegessen noch getrunken, was wir bei Tim Hortons nachholen. Gut gestärkt und auch erleichtert, dass alles so gut ging fahren wir an der Küste entlang bis nach Canso, wo wir in einem Motel ein Zimmer beziehen.

Hier macht sich ein bisschen Traurigkeit breit und ich fange schon jetzt an mein Bett zu vermissen. Das Zimmer war eiskalt und das Bett fühlte sich irgendwie feucht an. Das Wasser kam braun aus der Leitung und roch extrem nach Chlor. Dieter hat die Heizung angemacht und auf ganz hochgestellt sodass es nach einer Stunde wärmer wurde. Es ist eine ganz schöne Umstellung für uns aber trotzdem freuen wir uns auf ein neues Reiseerlebnis.


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