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  • ulrike

Juni 2019


Wir haben wunderbar geschlafen und werden von der Sonne geweckt. Hier ist noch alles ruhig und so trinken wir in dieser Stille einen Kaffee. Danach machen wir einen Spaziergang in die Umgebung.

Wir machen uns gegen Mittag auf den Weg, halten im Ort selbst aber noch mal an. Wir wollen noch einen Blick in die Kirche werfen, was aber leider nicht möglich ist. Die Arbeiter die das Dach neu eindecken sind sehr hilfsbereit und rufen den Pfarrer an, aber der kommt erst in 2 Stunden von einem Besuch zurück aber so lange wollen wir dann doch nicht warten.

Am Nachmittag kommen wir dann in Liepaja an und fahren auf den Campingplatz. Auf der Fahrt zum Camping ist uns nicht so wohl in unserer Haut, aber der Campingplatz liegt dann doch recht schön im Wald zwischen einer Strasse und einem See. Die Gegend sieht sehr heruntergekommen aus und sorgt bei uns nicht gerade für Wohlbehagen.

Der Platzwart, ein junger Mann, ist sehr freundlich, spricht perfektes Englisch und erzählt uns, dass dieses Viertel durch das wir gefahren sind, von Russen bewohnt wird die während der Sowjetzeit hier angesiedelt wurden. Nach dem zweiten Weltkrieg war Liepaja 45 Jahre lang von der Aussenwelt abgeschottet und für Ausländer und Einheimische ohne Sondergenehmigung gesperrt. Hier wurde von den Sowjets ein Marinestützpunkt und diverse Industrie angesiedelt. Für die U-Boote der sowjetischen Marine war Liepaja ein überaus wertvoller Standort, weil der Hafen im Winter eisfrei ist. Während des Kalten Krieges waren die atomaren Sprengköpfe von hier auf Flensburg gerichtet.


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