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  • ulrike

Juni 2019


Wir haben gut geschlafen und starten den Tag mit einer Tasse Kaffee. Während wir genüsslich unseren Kaffee trinken, leert sich langsam der Platz. Wir starten dann auch und besuchen zuerst einmal die Stadt.

Liepaja ist eine Hafenstadt und war von 1945-1990 ein wichtiger Stützpunkt der sowjetischen Marine.

Die hier stationierten Marineschiffe hatten ihre Atomsprengköpfe auf Flensburg gerichtet. Es entstanden Industrie und Fischereibetriebe und sowjetische Bürger wurden angeworben. Für diese Menschen hat man Wohnblocks aus dem Boden gestampft und zum Teil werden diese jetzt renoviert - soweit das noch möglich ist. Die Stadt war lange Zeit von der Aussenwelt abgeschnitten, Ausländer und auch Einheimische durften nur mit Sondergenehmigung in die Stadt.

Zar Nikolaus II lies in den Jahren 1901-1903 eine russisch-orthodoxe Kathedrale bauen. Von einer Besichtigung im Inneren der Kirche haben wir abstand genommen, da gerade eine Messe stattfand.

Die Stadt ist ebenfalls schnell erobert. Wir fahren über die "Oskars-Kalpaks Drehbrücke", die möglicherweise nach den Plänen von Gustav Eifel gebaut wurde.

Und erreichen die Innenstadt.

Am Mittag fahren wir weiter nach Norden bis nach Pavilosta. Im Reiseführer steht, daß sich ein Besuch sehr lohnt, weil es ein altes typischen Fischerdorf mit viel Charm ist. Wir finden einen schönen Parkplatz wo wir eine Pause machen können, aber leider - den Charme finden wir nicht.

Unser nächstes Ziel ist Kuldiga und wir hoffen daß wir hier übernachten könne.

Kuldiga hieß früher einmal Goldingen.

Wir schauen uns die Stromschnellen der Venta an. Bei dieser Hitze sind die Kinder beim Baden und wir essen ein Eis. Die Stromschnellen sind 240 Meter breit und haben eine Fallhöhe von 2 Meter.

Von hier hat man auch einen schönen Blick auf die längste Backsteinbrücke der Welt, wo man mit dem Auto rüber fahren kann. Erbaut wurde sie 1874 und ist 164 Meter lang.

Einen Übernachtungsplatz gibt es aber nicht und so beschließen wir noch ein Stück weiter zu fahren. Kurz vor dem Ort Sabile sehen wir einen Wegweiser zu einer Ferienanlage. Wir wissen nicht genau was es ist und ob man uns hier übernachten lässt. Dieter fragt nach und - ja - wir dürfen hier übernachten, müssen allerdings 6,60 Euro 😊 bezahlen Es ist ein Campingplatz ohne Infrastruktur. Wir stehen ganz super am Ufer vom Fluss Abava und teilen den Platz mit einem ganzen Bataillon vom Militär. Ein Haufen junger Männer hatte viel Spaß.


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