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  • ulrike

Juni 2019


Obwohl wir etwas seltsam platziert waren haben wir ganz gut geschlafen. Wir sind einfach fast in der Mitte des Weges stehen geblieben, weil rund um uns herum frische Erde aufgefüllt war und man hat gesehen wie andere tiefe Furchen im Rasen hinterlassen haben. Es hat niemand gestört und wir konnten beruhigt schlafen.

Wir fahren zur Halbinsel Sörve. Diese Landzunge war im zweiten Weltkrieg besonders hart umkämpft, hier lieferten sich die Deutschen mit den Sowjets heftige Kämpfe, was dazu führte daß 14 Dörfer entvölkert wurden. Am Anfang der Halbinsel hat man eine Gedenkstätte an das besonders blutige Gefecht

vom 8. auf den 9. Oktober 1944 errichtet. Allein in dieser Nacht fanden ca. 800 Soldaten den Tod.

Bis 1992 war die Halbinsel millitärisches Sperrgebiet und heute kann man dort das Millitärmuseum besuchen. Von hier aus waren Raketen auf Europa gerichtet.

Danach erreichen wir die Spitze der Insel und besuchen den Leuchtturm.

Wir fahren zurück bis Tehumardi und biegen nach Norden ab. Wunderschöne Landschaft zieht an uns vorbei.

Nach einer kurzen Pause fahren wir bis zum Dorf Vikli um das dortige Bauernhofmuseum zu besichtigen. Der Bauer Jakob-Eduard Reht (1886–1969), der ihn in der achten Generation bewirtschaftete und dessen Kinder wohl alle verstorben waren,vermachte 1959 seinen Hof mit allem drum und dran dem staatlichen Museum.

Wir fahren wieder an die Küste und bleiben auf einem Parkplatz in Panga über Nacht stehen.

Nach kurzer Zeit gesellt sich ein weiteres Wohnmobil zu uns. Gegen 22.15 Uhr dürfen wir dem Schauspiel der untergehenden Sonne über dem Meer zuschauen.


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